01.04. +++ Sterbehilfe in Brügge

Ziemlich hoch und ganz schön gotisch: Der gefährliche Belfried in Brügge (Bild von www.urlaubsziele.com)
Ziemlich hoch und ganz schön gotisch: Der gefährliche Belfried in Brügge (Bild von www.urlaubsziele.com)

Wenn man irische Eltern hat, aber in London geboren wird, ist man offenbar Ire. Sogar, wenn man anschließend in London aufwächst. Offenbar ist der Schmelztiegel London mittlerweile so beliebig, dass die exotischere Identität (wenn Irland denn exotisch ist) für die Seele besser ist. Ich habe den Autor und Regisseur Martin McDonagh natürlich nicht gefragt, ob er sich als Engländer oder als Iren sieht, aber die Tatsache, dass er allenthalben als „irischer Künstler“ gehandelt wird, deutet darauf hin, dass es ihm zumindest nichts ausmacht. Und wer würde sich nicht gern in die glorreiche schriftstellerische Tradition der grünen Insel einreihen. Zum Thema „berühmte Schriftsteller aus Nordhessen“ fallen mir jedenfalls nicht so furchtbar viele ein. Um kulturelle Tradition geht es auch in McDonaghs Langfilmdebüt aus dem Jahre 2008, BRÜGGE SEHEN… UND STERBEN?.

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12.02. +++ Gewicht

David Adjaye, Modell zur MOSCOW SCHOOL OF MANAGEMENT SKOLKOVO
Massiv: David Adjaye, Modell zur MOSCOW SCHOOL OF MANAGEMENT SKOLKOVO

Manchmal ist Kunst ein bisschen anstrengend, jedenfalls in Form von Ausstellungen. Da ich heute ohnehin im Haus der Kunst war, wollte ich das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden, und mir auch noch die aktuellen Ausstellungen anschauen. Es wird geboten: Der Medienkünstler (? sagt man das so? jedenfalls gab es eine ganze Menge Medien in seiner Abteilung) Mark Leckey und der Architekt David Adjaye. Nachdem Herr Leckey und ich uns nicht auf Anhieb sympathisch waren, habe ich mich ein bisschen länger in der Architektur-Abteilung getummelt. Und mir dabei ein paar ganz grundsätzliche Fragen gestellt: Wie ausstellbar ist Architektur? Wie nötig ist es, sie auszustellen? Ist das eigentlich Kunst? „12.02. +++ Gewicht“ weiterlesen

04.01. +++ Im Dreck

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Die gestrenge Aufseherin der Nymphen.

Wie jeder weiß, gehört die Architektur, und damit auch die Gestaltung von Gärten, neben Malerei und Skulptur, zu den klassischen Disziplinen der Bildenden Kunst. Was nicht heißt, dass so ein Park leicht zu konsumieren ist, zumal im Winter. Der Nymphenburger Schlosspark, eine immerhin ziemlich große und historische Gartenanlage, empfängt uns jedenfalls erst einmal frostig und dreckig. Ich will jetzt nicht überkritisch sein, wenn man im Wald spazieren geht, ist es um die Jahreszeit auch eher unfreundlich, aber an so einen Park hat man eine andere Erwartungshaltung.

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