Ich bin Kulturpopulist

In meiner Kurzfassung von Bertolt Brechts LEBEN DES GALILEI habe ich im Fazit eine Parallele gezogen zwischen dem politischen Populismus heute und dem von mir so genannten „religiösen Populismus“ der Kirche zur Zeit von Galilei. Die Kirche verbot das heliozentrische Weltbild des Machterhalts willen, entschied sich also wissentlich für die Unwahrheit. Den gleichen Vorgang, nämlich die wissentlich unterkomplexe und damit falsche Darstellung von Fakten aus Gründen des Strebens nach Macht sehen wir im populistischen Diskurs. Nun wurde mir angesichts dieses Gedankens vorgeworfen, es sei absurd, dass ich, als ständiger Vereinfacher (von literarischen Werken), andern Leuten ihre Vereinfachungen vorwerfe. Das hat mich zu einem Nachdenken über den Populismus inspiriert, weshalb ich die folgenden Gedanken mit euch teilen möchte. „Ich bin Kulturpopulist“ weiterlesen

22.03. +++ Keine Grautiere

Krasses Understatement: Karow (Mark Waschke) ist keine Nummer drei (Bild von www.daserste.de)
Krasses Understatement: Karow (Mark Waschke) ist keine Nummer drei (Bild von www.daserste.de)

Berlin ist ein bisschen schneller, schriller und bunter zu als anderswo in der Republik, deshalb verliert die Auftaktfolge des neuen Tatortteams aus Berlin mit Meret Becker aka Nina Rubin und Mark Waschke als Robert Karow keine überflüssige Zeit mit Exposition, sondern steigt gleich mal knietief in eine Badewanne voller menschlichem Blut. Mit diesem Auftakt haben Regisseur Stephan Wagner, seine Schauspieler, vor allem aber auch Drehbuchautor Stefan Kolditz die Latte richtig hoch gehängt.

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