01.05. +++ Obscure Art

Er ist in vielerlei Hinsicht ein Vorbild: Er sammelt zwar gern Dinge ein, aber viel lieber geht er spazieren. Oder rennt spazieren. Und er kann Heilung durch Hundauflegung.
Er ist in vielerlei Hinsicht ein Vorbild: Er sammelt zwar gern Dinge ein, aber viel lieber geht er spazieren. Oder rennt spazieren. Und er kann Heilung durch Hundauflegung.

Kennen Sie das? Man knabbert an einem Gedanken herum, an einem Zitat, das man irgendwann einmal leider nicht ganz korrekt aufgeschnappt und sich notiert hat, womöglich sogar mit der Quelle, aber jetzt ist die Notiz mit dem halbkorrekten Zitat auch weg, und was bleibt ist ein tiefes Gefühl von Unfrieden. Die Schmerzen, die Gedanken bereiten. Mir geht es heute so mit einem Satz, der ungefähr so geht: „Es ist schön, Dinge zu sammeln, aber es ist schöner spazieren zu gehen.“ Ich glaube, es handelt sich dabei um ein Zitat von einem französischen Schriftsteller, deshalb habe ich die Suchmaschinen der Welt nicht nur mit dieser und alternativen Formulierungen, sondern auch ihren französischen Äquivalenten gefüttert, leider aber ergebnislos. Damit handelt es sich jetzt also um eine Zitatwaise, und ich bitte Sie, liebe Leser, um freundliche Aufnahme dieses Fremden unbekannter Herkunft. „01.05. +++ Obscure Art“ weiterlesen

27.03. +++ Geistige Geschenke

Auch auf modernen Ausgaben wird selten auf Kandinskys Cover-Illustration zum Almanach DER BLAUE REITER verzichtet
Der Almanach DER BLAUE REITER (1912)

Längst sind sie selber zu der Art Klassiker geworden, gegen die sie zu ihrer Zeit antraten, und mutmaßlich gibt es heute genügend Künstler, die über Franz Marc und Wassily Kandinsky klagen, dass es wahnsinnig schwer ist, neben ihnen etwas Neues ins öffentliche Bewusstsein zu bringen. An die hundert Jahre ist es her, dass Kandinsky und Marc gemeinsam den Almanach DER BLAUE REITER herausgaben. Ich habe einen Blick in den Prolog geworfen, und finde ihn heute so zutreffend wie damals. „27.03. +++ Geistige Geschenke“ weiterlesen