27.05. +++ Hangover Style

Ganz schön heftig, oder? Der BARBERINISCHE FAUN (Detail)
Ganz schön heftig, oder? Der BARBERINISCHE FAUN (Detail)

Gut, das ist dann wahrscheinlich Bayern. Du kommst in diese Glyptothek (die griechisch-römische), zahlst, und das erste, was dir über den Weg läuft, oder eben nicht, weil er sich nämlich nicht mehr auf den Beinen halten kann, ist ein überlebensgroßer besoffener Kerl, und das auch noch splitterfasernackt. Das letztere sieht man jetzt auf dem Oktoberfest nicht soo häufig, das erstere dafür umso häufiger. Im Falle des BARBERINISCHEN FAUNS ist das natürlich ein antike Skulptur (römische Kopie eines griechischen Originals aus dem 2. Jahrhundert vor Christus), aber gekauft und nach München geschleppt hat das Ludwig I. ja aus Gründen. Ich weiß jetzt nicht, ob der schwul war (das wäre angesichts des sehr lasziven Jünglings auch ein naheliegendes Motiv), aber wenn nicht, dann muss es die Verherrlichung des Rausches gewesen sein. Das kann man jetzt Dionysisches Prinzip nennen, oder aber auch einfach sternhagelvoll. Es könnte sogar passieren, dass er noch ein Spückerchen machen muss. „27.05. +++ Hangover Style“ weiterlesen

24.01. +++ Auf Abstand

Maria Schutz
Maria Schutz in Pasing

Ich habe neulich wegen des satanischen Rollsplitts auf den Fahrradwegen mit der Stirn den Asphalt geküsst. Glücklicherweise ist nicht viel passiert, meine Blessuren verheilen, nur die Jacke ist ein bisschen kaputt und das Fahrrad muss repariert werden. Als ich es also heute zum Zweiradheiler meiner Wahl gebracht habe, bin ich auf dem Heimweg bei der festungsartige Pfarrkirche von Pasing vorbei gegangen, Maria Schutz. Offenbar wollte der Architekt insbesondere den Aspekt der Verteidigungsfähigkeit der festen Burg hervorheben – nein, „feste Burg“ ist ja die Konkurrenz. Wie auch immer, ich hatte das Vergnügen, mich ganz allein in der Kirche aufzuhalten. Ich mag das wirklich, so ein riesiges Gebäude auf mich allein wirken lassen. Ist vielleicht ein bisschen asozial und einer narzisstisch-elitären Weltsicht geschuldet, aber Selbsterkenntnis ist ja auch schon was. „24.01. +++ Auf Abstand“ weiterlesen