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DIE NACHT VON LISSABON von Erich Maria Remarque

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26.01. +++ In der Vitrine // Schwarz von Hunger und Seide

Hunger und Seide. SCHWARZ. (Bild von www.br.de)
Hunger und Seide. SCHWARZ. (Bild von www.br.de)

Lustig. Letzte Woche erst habe ich mich mit einem Archäologen, der ein kleines Steinzeit- und Bronzezeitmuseum leitet darüber unterhalten, wie man die Funde, die uns manchmal banal, manchmal überaus rätselhaft aus der Vorzeit ereilen, begreifbar, erzählbar für ein heutiges Publikum machen kann. Klar: Der Experte kann aus intensivem Interesse ob einer besonders gut erhaltenen Feuersteinklinge schon mal aus dem Häuschen geraten, aber selbst dem geneigtesten Besucher aus dem 21. Jahrhundert bleibt oft verschlossen, welchen Erkenntnisgewinn er daraus für sein Leben ziehen soll. Jedenfalls über ein „mei, ham mirs gut mit der Zentralheizung“ hinaus. Der Archäologe steht vor der Frage, wie er seine Funde menschlicher machen kann. Die Münchner Performancegruppe HUNGER UND SEIDE haben sich in SCHWARZ, das gestern Abend in der Muffathalle Premiere hatte, für den exakt umgekehrten Weg entschieden und die Frage gestellt: Was bleibt von unserer Zeit, dem Anthropozän, wenn wir alles Menschliche abziehen. Ihre Antwort: Plastik.

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