11.11. +++ Das Schweigen

Lassen wir sie weiterreden und weitermachen, oder sagen wir was dazu? Links die Brandstifter, rechts Biedermann.
Lassen wir sie weiterreden und weitermachen, oder sagen wir was dazu? Links die Brandstifter, rechts Biedermann.

Es war scharf formuliert, das gebe ich zu: „Wer wegguckt, wenn Brandstifter sich in der Nachbarschaft einnisten, der reicht ihnen das Feuerzeug. Und wer schweigt, wenn Pegida, AfD und andere Rechtsextreme demonstrieren, der hat Freiheit und Demokratie nicht verdient.“ Dieses Fazit habe ich ans Ende der To-Go-Version von Frischs BIEDERMANN UND DIE BRANDSTIFTER gestellt. Es hat viel Zustimmung hervorgerufen, aber auch Widerspruch. Dieser Widerspruch, insbesondere von einer Nutzerin auf Facebook, hat mich etwas mitgenommen, weil es sich dabei um eine ausgefeilte Argumentation handelte, etwa in folgendem Sinne: „Woher nehmen Sie das Recht, bestimmte Positionen zu verdammen? Demokratie lebt doch von der Diskussion. Gibt es jetzt eine Zensur oder was?“ Es fielen Begriffe wie „besorgte Bürger“ und es wurde unterstellt, ich würde „Angst schüren“, indem ich diese armen Leute in eine rechtsextreme Ecke stelle. „11.11. +++ Das Schweigen“ weiterlesen

22.02. +++ In der Stille

Armin Rohde und Joachim Król in DAS HAUS AM ENDE DER STRASSE (Bild von www.daserste.de)
Armin Rohde und Joachim Król in DAS HAUS AM ENDE DER STRASSE (Bild von www.daserste.de)

Lakonie ist nicht alles. Oder anders gesagt: Knappheit allein macht noch keine Kunst. Aber wenn mans richtig macht… Ich hab es an dieser Stelle schon häufiger festgestellt, dass Kunst in der Stille statt findet. Das gilt für Musik oder für den Raum zwischen den Worten. Es gilt aber auch für Schauspieler. „22.02. +++ In der Stille“ weiterlesen

31.01. +++ Tristesse oblige

Sieht gar nicht unglücklich aus: Yasmina Reza (Foto: diepresse.com)
Sieht gar nicht unglücklich aus: Yasmina Reza (Foto: diepresse.com)
Es sind bestimmte Situationen, die wie Zugvögel immer wieder kommen: Eheliche Sprachlosigkeit, die sich in plötzlichen Handgreiflichkeiten entlädt; das Kramen in der Handtasche, das eine Suche nach Halt ist; die Ratlosigkeit, wie der Geschlechtsverkehr anzufangen ist. Ist das alles „aus dem Leben gegriffen“? Ein „Abbild der Wirklichkeit“? Ich weiß es nicht, und ich bin auch nicht sicher, dass Yasmina Reza das behaupten würde. Vielleicht würde sie sagen, dass sie diese Menschen kennt, wenn auch nicht in der jeweiligen Zusammensetzung.

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