19.06. +++ Ich kriege nie genug

Ich weiß, dass ist ein bisschen mies, Popstars als Köder einzusetzen, und dann gehts um ein Gedicht (!!!). Aber wenns um Kultur geht, heiligt der Zweck die Mittel. Und immerhin kommt ihr Songtitel vor: Christina Stürmer (Bild von www.clipfish.de)
Ich weiß, dass ist ein bisschen mies, Popstars als Köder einzusetzen, und dann gehts um ein Gedicht (!!!). Aber wenns um Kultur geht, heiligt der Zweck die Mittel. Und immerhin kommt ihr Songtitel vor: Christina Stürmer (Bild von www.clipfish.de)

Wenn man Eichendorff heißt und dann ständig Gedichte über den Wald schreibt, ist man entweder komplett schmerzfrei oder hat einen bemerkenswerten Sinn für „Branding“. Bei dem Freiherrn Joseph dieses Namens scheinen beiden dieser Faktoren eine Rolle gespielt zu haben, und vermutlich noch ein Sinn für die Schicksalhaftigkeit (womöglich sogar „Vorbestimmung“) seines Namens. Jedenfalls habe ich mir heute das Vergnügen erlaubt, mehrere seiner Gedichtchen zu mir zu nehmen, und es ist, da hat mein Freund Wikipedia recht, schon ziemlich oft vom Wald, vom Raunen, von der Sternennacht und so die Rede. Mit der (zu seiner Zeit) modernen Zivilisation hat das gar nichts zu tun, sondern mit einem gepflegten Eskapismus. „19.06. +++ Ich kriege nie genug“ weiterlesen

24.03. +++ Verduftet

Schon den Sommerurlaub gebucht? Auf diesem heimeligen Eiland sind noch freie Ferienhäuschen zu haben (Bild von www.de.wikipedia.org)
Schon den Sommerurlaub gebucht? Auf diesem heimeligen Eiland sind noch freie Ferienhäuschen zu haben (Bild von www.de.wikipedia.org)

Es liegt mir fern, mich über andere Blogger zu erheben*, aber das Folgende muss ich doch mal loswerden. Das Online-Forum der Zeitschrift DAS GEDICHT stellt in seinem Beitrag vom 27.05.2013 das Werk PARFUM EXOTIQUE aus den FLEURS DU MAL von Charles Baudelaire vor, und zwar in der Reihe „Reisepoesie“. Über die in Form eines YouTube-Videos auf der Seite eingebundene Rezitation des Werkes will ich schweigen, und dass die Übersetzung von Stefan George den Charakter des Werkes arg verändert, hätte man über die Andeutung hinaus auch noch ein wenig ausführen können, aber jetzt mal ganz grundsätzlich: Das ist doch keine „Reisepoesie“. Da könnte man ja auch Böcklins „Toteninsel“ unter der Rubrik „Schnappschüsse aus dem letzten Urlaub“ verbuchen. Wenn die Visionen des Exotischen, die sich vor dem inneren Auge des lyrischen Ich entfalten, eine Reise sind, dann ist so ziemlich jedes Gedicht „Reisepoesie“. Aber gut. Ist ja nicht mein Blog. „24.03. +++ Verduftet“ weiterlesen