16.07. +++ All inclusive

Man merkt dem Ensemble den Spaß an der gemeinsamen Arbeit an: das Team von SCHAMO (Bild Vuk Latinovic)
Man merkt dem Ensemble den Spaß an der gemeinsamen Arbeit an: das Team von SCHAMO (Bild Vuk Latinovic)

Entschuldigung, der Vergleich liegt einfach nahe. Eine blonde Schauspielerin mit Ukulele betritt die kleine Bühne des Kulturzentrums 2411 im Hasenbergl und singt. Na? Ukulele? Natürlich: Marilyn Monroe in MANCHE MÖGENS HEISS! Anna Schimrigks Sängerin Marlene, die den Theaterabend auf diese musikalische Weise eröffnet, kann sich jedenfalls mit Sugar Kowalczyk messen, der anderen Ukulelistin, die im heißen Florida ihren Künstlerberuf an den Nagel hängen will. „16.07. +++ All inclusive“ weiterlesen

13.05. +++ Neuland

Vielleicht kommt er tatsächlich wie ein Freund auf einer Frühlingswiese vorbei: Der Tod, "Freund Hein"
Vielleicht kommt er tatsächlich wie ein Freund auf einer Frühlingswiese vorbei: Der Tod, „Freund Hein“

Eigentlich klingt er nach einer Gratwanderung, der Titel des neuen Theaterabends von Eva Ellerkamp und dem Heyoka-Theater, der heute Abend im Ulmer Podium zur Uraufführung gekommen ist: WALKING IN BETWEEN. Das ist leicht erklärlich, denn es geht um das Sterben, um den Tod, ums Überqueren der letzten Grenze ins „unentdeckte Land aus dem kein Wanderer zurückkehrt „. „13.05. +++ Neuland“ weiterlesen

08.05. +++ High on Emotion

Ob Caius Martius Coriolanus sein heimliches Vorbild ist? Er hält jedenfalls ebenso wenig mit seinen Gefühlen hinterm Berg wie der Römer: Dieter Bohlen (Bild von www.sueddeutsche.de)
Ob Caius Martius Coriolanus sein heimliches Vorbild ist? Er hält jedenfalls ebenso wenig mit seinen Gefühlen hinterm Berg wie der Römer: Dieter Bohlen (Bild von www.sueddeutsche.de)

Egal ob bei DSDS, Supermodel, Dschungelcamp, Let’s Dance oder Bachelor – um Inhalte und Sachfragen geht es nur am Rande. Was das Privatfernsehen in den letzten Jahren zur großen Kunst erhoben hat, ist die Ausweitung und Ausweidung der Gefühligkeit. „Zu leiden, zu weinen, zu genießen und zu freuen sich“, darum gehts, anders ist es wohl kaum zu erklären, warum Juryentscheidungen, Rosenvergaben, Battles und Rendezvous unendlich in die Länge gezogen, analysiert, wiedergekäut und bis zum letzten Tropfen ausgepresst werden: Das „echte“ Gefühl, das die Beteiligten in diesen „Schicksalsmomenten“ hatten, bringt Quote, überwindet die Trennung durch das Medium, verbindet die Zuschauerschaft völlig authentisch-menschlich in einer Zeit, in der wir als Gesellschaft spüren, wie das Universum auseinander driftet. Und obwohl es ein großartiges Stück ist, und weder in Form noch Geschichte etwas mit diesen Sendungen gemein hat: Shakespeares CORIOLANUS tut genau dasselbe. „08.05. +++ High on Emotion“ weiterlesen